02.08.14 Isafjordur, Island Westfjords


11°,  Sonne 4:20 bis 22:53,    wir von 8 bis 4:30 dort. Sonne pur!

Draußen ist blauer Himmel und Sonne! Deshalb stehe ich schon vor dem Frühstück oben, gut eingemümmelt, während wir im Isafjordur Richtung gleichnamigem Ort unterwegs sind.
Der Ort Isafjordur liegt aber genau genommen im Skutulsfjördur, aber das hat mich da gar nicht interessiert, es war einfach nur schön.


Isafjordur von außen

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Es ist ein geschützer natürlicher Hafen.
Die Stadt ist der größte Ort in den Westfjords und hat über 2600 Einwohnern, die Gemeinde Isafjordur hat über 3800 Einwohner und damit mehr als alle anderen Orte der Westfjords zusammen. Das sind nur ca. 7380 Einwohner, aber eine sehr gute Infrastruktur, tolle Straßen und Tunnels.
Beim Einlaufen treffen wir eine neue Bekannte: die L’Austral liegt schon dort. Wir parken daneben ein.

 
Aussicht von oben, Richtung Museum
Blick über den Ort

Kirche am Kreisverkehr, links Bibliothek
Gefrühstückt haben wir in der Sonne, um 9:30 waren wir fertig und konnten los, heute ist nur Spaziergang angesetzt, und ich bin sehr froh darüber. Fühle mich krank und werfe stündlich 10 Tropfen ein. Wen es interessiert: Homoöpatische Mischung namens Eupatorium Similiaplex, besteht zu 65% aus Alkohol, der Rest macht gesund. Oder die 6,5 Tropfen Schnaps pro Stunde...

Außen am Hafen entlang sehen die Häuser noch nicht so schön aus. Innen drin ist es aber schnuckelig. Drei Kirchen. Ein großer Kreisverkehr. 



An der neueren Kirche von 1995 habe ich mal wieder Karten geschrieben, dann sind wir durch die Stadt gebummelt. 




Weiter hinten in der Nähe der Schiffe ist die Tourist Info, die ist toll sortiert, kleine kostenlose Reiseführer von allen Teilen Islands, man kann Touren buchen...  Noch ein Stück weiter ist das Museum, das betrachten wir uns auch nur von außen, wegen schönem Wetter hat es uns nicht angezogen. 



Nach dem Besuch in der Tourist Info wussten wir auch, wo die Walknochen stehen – in der Nähe der Postkarten-schreib-Kirche. Ok, heute Mittag geht’s noch mal rüber. Wir laufen noch durch den alten Ortskern und nehmen im Supermarkt einen Wasservorrat mit, dann ist Zeit für Mittagessen.
Mir fällt das Laufen heute schwer, ich hänge durch. Schlafen ist nach dem Essen nicht möglich (im Gegensatz zu Axel), aber Ausruhen hilft schon mal dem Erkältungstee und den Tropfen bei ihrer Arbeit.
Am Nachmittag laufen wir wieder vor zur Kirche, kraxeln beim Wohngebiet ein bisschen den Berg hoch (ich mit Herzklopfen), genießen und fotografieren die Aussicht. 
 
Public Library
Blick zum Schiff,...

etwas nach links, der Ort im Mittelpunkt,...

und noch etwas weiter links, wo der Fjord anfängt

Auch der Herr von der Port Authority spielt heute Urlauber: ihn haben wir mit seiner Familie beim Mittagessen auf dem Schiff gesehen, und hier auf dem Hügel begegnet er uns im Auto, um Fotos zu machen. Wetter ist ja auch oberklasse.
Auf dem Weg runter gehen wir ins Wäldchen, das eigentlich der botanische Garten ist, da stehen ziemlich zugewachsen die beiden Walknochen. 
Im Ort ist Sommer. Da ein eisiger Wind ist, sind wir halb in Winterzeug eingepackt; Einheimische sitzen oben ohne (also: die männlichen) in den Cafes in der Sonne und haben auch sonst T-Shirt und Flipflops an.

Das isländische Eis ist wirklich klasse. Die Cafes haben alle Internet. Samstags ist hier Flohmarkt, alles hat von 11-13 Uhr geöffnet (paradiesische Öffnungszeiten!), der ganze Ort ist unterwegs, plus 1000 Touristen. Einer fährt schon seit heute Morgen sein Audi Cabrio spazieren.
Um halb 4 sind wir zurück. Die L’Austral und wir haben einen gemeinsamen Hafeneingang, Island ist ehrlich und ohne Terroristen; wenn wir etwas clever gedacht hätten, hätten wir mal fragen können, ob wir mal ins Schiff rein dürfen. Aber jetzt kommen alle zurück, weil sie vor uns fährt.
Das Ablegen dauert etwas länger, weil er erst etwas komplizierter drehen muss, der Schlepper drückt uns hinten mit viel Gebrumm halb herum, es sieht ganz schön eng aus. Drüben bleibt auch ein Auto stehen und guckt zu.
dort drüben links oben waren wir und haben hierher fotografiert
 Wir waren bis 6 Uhr oben draußen, weil es wunderschön war (schon wieder! Gesa, ihr könntet ja mal mit uns fahren, da ist Island schöner). Der Port-Spezialist hat wieder einiges über die Gegend erzählt.


 



Schnell umziehen und für den zweiten Formal-Abend schön machen, wir kriegen wieder unseren Tisch, Essen mit Blick auf die Westfjords, Küste, wunderschön. 





Einer der mittelhohen Kellner, der schon als Aufsicht herumläuft, fragt uns über andere Kreuzfahrtgesellschaften aus. Er ist überrascht, als er hört, dass bei Carnival auch jemand im Bademantel beim Abendessen sitzen darf und dass sie keine Tischdecken haben. Wir raten ihm dazu, bei seiner Firma zu bleiben. Das meint er auch, er hat ja schon eine gewisse Position.

Show „Red Hot and Blue“, ich bin dabei fast eingeschlafen, aber nicht, weil sie schlecht war.
Die Künstler wechseln nach der Norwegenreise, also in drei Wochen.
Nach der Show bin ich noch mal fit zu 3x Tanzen.


Um 22:30 ist die Sonne noch 1 cm über dem Horizont, aber ich bin fix und fertig und kann nicht mehr warten, wir gehen in die Kabine, Axel ist es sowieso egal, ob sie ins Meer fällt oder nicht. Aber aus dem Bullauge sehe ich wie sie um 22:45 ins Meer eintaucht. :-) Gute Nacht.

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